8. Oktober 2019
BSI warnt vor Emotet-Angriffswelle
Deutsche Sicherheitsexperten warnen vor der extrem gefährlichen Schadsoftware Emotet.
 
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einer neuen Welle von Cyberangriffen mit der Schadsoftware "Emotet" gewarnt. Der Trojaner "Emotet" gilt als besonders gefährlich: für Unternehmen wie auch für Privatnutzer. "Seit rund einer Woche wird Emotet wieder massenhaft versandt und hat binnen weniger Tage für Produktionsausfälle, den Ausfall von Bürgerdiensten in Kommunalverwaltungen und zahlreiche infizierte Netzwerke gesorgt", schreibt BSI-Präsident Arne Schönbohm. Auch Privatanwender stehen nach BSI-Angaben im Fokus der Angreifer, da "Emotet" weitere Schadsoftware nachlade, die zu Angriffen auf das Online-Banking genutzt werden könne.

Die aktuellen Spam-Mails zur Verbreitung von Emotet werden nach BSI-Angaben wie zuvor mit gefälschten Absendern versendet. Die Opfer erhalten eine E-Mail, die sich als Antwort auf eine früher tatsächlich verschickte Mail ausgibt. So kommt die Mail scheinbar von einem bekannten Absender, mit dem man tatsächlich in Kontakt steht. Sie enthalten entweder ein schädliches Office-Dokument direkt als Dateianhang oder einen Link, welcher zum Download eines solchen Dokuments führt.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät Anwendern, regelmäßig ihre Daten zu sichern, um einem Totalverlust durch einen Schädlingsbefall vorzubeugen. Wer in Bezug auf "Emotet" besonders vorsichtig sein möchte oder muss, sollte auf dem Rechner ein gesondertes Benutzerkonto für E-Mails und zum Surfen einrichten.

Mehr Informationen über das Thema Emotet finden Sie auf der Internetseite der BSI: https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/emotet.html.